Mit dem Fahrrad will ich drei Monate durch Iran radeln, den höchsten Berg Irans, den Damavand mit 5671m ersteigen, mir die geschichtsträchtigen Städte, Isfahan, Shiraz, Qom, Mashad und viele andere anschauen und in der Bergwelt abseits der Hauptstraßen die Natur genießen. Schon viel habe ich gehört von der iranischen Gastfreundschaft, einige Berichte von anderen Reisenden gelesen, auch zwei allein reisende Frauen waren dabei.
Ich empfehle das Buch „Der Iran – Die verschleierte Hochkultur“ von Andrea Claudia Hoffmann. Besser kann man den Iran nicht beschreiben – es gibt einen guten Einblick in die Geschichte des Landes.
"Couchsurfing im Iran" ist von einem Journalisten sehr anschaulich beschrieben und das Buch ist absolut lesenswert.
Die Idee vom Couchsurfing, einer Plattform im Internet, auf der Reisende in aller Welt Gastgeber finden können, bei denen sie übernachten können, finde ich genial. Das kann entweder im Gemeinschaftszimmer (in Iran durchaus üblich) oder in einem eigenen Zimmer sein. Meistens wird man wie ein Familienmitglied aufgenommen, verköstigt, es werden einem die Sehenswürdigkeiten gezeigt und man bekommt so das Familienleben vor Ort mit.
"Couchsurfing im Iran" ist von einem Journalisten sehr anschaulich beschrieben und das Buch ist absolut lesenswert.
Die Idee vom Couchsurfing, einer Plattform im Internet, auf der Reisende in aller Welt Gastgeber finden können, bei denen sie übernachten können, finde ich genial. Das kann entweder im Gemeinschaftszimmer (in Iran durchaus üblich) oder in einem eigenen Zimmer sein. Meistens wird man wie ein Familienmitglied aufgenommen, verköstigt, es werden einem die Sehenswürdigkeiten gezeigt und man bekommt so das Familienleben vor Ort mit.
Außerdem gibt es noch die Plattform von warmshowers. Hier finden vor allem Radfahrer Gastgeber, die Reisende beherbergen. Auch hier ist der Gedanke nicht das Geld, sondern der kulturelle Austausch.
Ich denke, dass ich das in den größeren Städten so machen werde. Unterwegs je nachdem im Zelt, oder wo es mich gerade hin verschlägt oder ich eingeladen werde. Aber Vorsicht, überall lauert T´aarof auf einen (was das genau ist, erfahrt ihr im nächsten Blog).
Ich denke, dass ich das in den größeren Städten so machen werde. Unterwegs je nachdem im Zelt, oder wo es mich gerade hin verschlägt oder ich eingeladen werde. Aber Vorsicht, überall lauert T´aarof auf einen (was das genau ist, erfahrt ihr im nächsten Blog).
Auch in Moscheen oder beim Roten Halbmond (ähnlich dem Roten Kreuz bei uns) kann man nächtigen. Einfach fragen und sich überraschen lassen, wo man landet.
Mein absoluter Favorit ist "They would rock - 59 Tage in Iran", da es von einer Frau geschrieben ist, die mit dem Rucksack 2 Monate durch den Iran gereist ist. Ganz besonders gut gefällt mir wie die Autorin einen Love-Rock-Song auf die Menschen und ihre überwältigende Gastfreundschaft geschrieben hat - nämlich von hinten nach vorne in persischer Leserichtung.
Die iranische Gastfreundschaft erlebe ich zum ersten Mal bei Azadeh, einer Iranerin, die als Jugendliche mit ihren Eltern aus Iran geflohen ist und jetzt hier in München lebt. Ich habe sie über eine Internet-Plattform kennengelernt und sie lädt mich kurzerhand zu sich nach Hause ein. Sie hat vor kurzem einen 2 Jahre alten Jungen aus Iran adoptiert und erzählt mir von den Problemen einer Adoption aus dem Ausland. Ein zweites Mal würde sie es wohl nicht mehr machen. Vier Stunden lang erzählt sie mir von ihrem Land, plant mit mir auf der Karte schon die Route und gibt mir etliche Unterlagen, Landkarten, CDs und Romane mit, um mich auf die Reise vorzubereiten.
An unserem ersten Abend sagt sie zu mir, als ich aufbrechen will: „Also ich würde Dir ja anbieten, hier zu schlafen, denn in Iran würde man Dich jetzt nicht mehr heimfahren lassen“.
Ihr Cousin Alborz, der seit fast 2 Jahren in Deutschland ist und Elektrotechnik an der Universität in Rosenheim studiert, ist spontan dazu bereit, mir Farsi-Unterricht zu geben. Als Gegenleistung soll ich ihm besser Deutsch beibringen, was wir aber nicht wirklich intensiv üben müssen, denn er spricht es schon wirklich sehr gut.
Farsi ist die Sprache Irans und nicht zu verwechseln mit arabisch. Die Buchstaben sind zwar wie im Arabischen und es wird auch von rechts nach links geschrieben, aber die Sprache ist eine komplett eigene. Iraner möchten auch nicht als Araber bezeichnet werden. Sie sind stolz darauf, Perser zu sein (mehr zur Kultur und Sprache in einem der nächsten Blogs).
Natürlich werde ich mich an die Gepflogenheiten dort erst gewöhnen müssen. Jeden Tag mit einer Kopfbedeckung (Kopftuch) aus dem Haus zu gehen, ist jetzt nicht gerade jedermanns Sache. Und bei der Hitze lange Hose und lange Ärmel, gerade beim Radfahren, ist jetzt auch nicht wirklich der Hit, aber es hilft halt nichts, wenn man das Land bereisen will.
Einige wichtige Dinge, die man vorab schon wissen sollte, ist z.B. dass „Thumbs up“ in Iran mit unserem Stinkefinger vergleichbar ist und vermieden werden sollte. Wer also per Anhalter das Land bereisen möchte, auf keinen Fall den Daumen raus, sondern einfach nur die Hand heben.
Auch total verpönt ist, sich am Tisch die Nase zu putzen – hier sollte man auf jeden Fall den Raum verlassen.
Man sollte sich auch tunlichst auf keine politische Diskussion einlassen, aber es werden sicherlich viele Fragen zu Deutschland und dem Westen kommen, auf die mich Azadeh schon im Vorfeld aufmerksam macht und mir Tipps für deren Beantwortung gibt.
An unserem ersten Abend sagt sie zu mir, als ich aufbrechen will: „Also ich würde Dir ja anbieten, hier zu schlafen, denn in Iran würde man Dich jetzt nicht mehr heimfahren lassen“.
Ihr Cousin Alborz, der seit fast 2 Jahren in Deutschland ist und Elektrotechnik an der Universität in Rosenheim studiert, ist spontan dazu bereit, mir Farsi-Unterricht zu geben. Als Gegenleistung soll ich ihm besser Deutsch beibringen, was wir aber nicht wirklich intensiv üben müssen, denn er spricht es schon wirklich sehr gut.
Farsi ist die Sprache Irans und nicht zu verwechseln mit arabisch. Die Buchstaben sind zwar wie im Arabischen und es wird auch von rechts nach links geschrieben, aber die Sprache ist eine komplett eigene. Iraner möchten auch nicht als Araber bezeichnet werden. Sie sind stolz darauf, Perser zu sein (mehr zur Kultur und Sprache in einem der nächsten Blogs).
Natürlich werde ich mich an die Gepflogenheiten dort erst gewöhnen müssen. Jeden Tag mit einer Kopfbedeckung (Kopftuch) aus dem Haus zu gehen, ist jetzt nicht gerade jedermanns Sache. Und bei der Hitze lange Hose und lange Ärmel, gerade beim Radfahren, ist jetzt auch nicht wirklich der Hit, aber es hilft halt nichts, wenn man das Land bereisen will.
Einige wichtige Dinge, die man vorab schon wissen sollte, ist z.B. dass „Thumbs up“ in Iran mit unserem Stinkefinger vergleichbar ist und vermieden werden sollte. Wer also per Anhalter das Land bereisen möchte, auf keinen Fall den Daumen raus, sondern einfach nur die Hand heben.
Auch total verpönt ist, sich am Tisch die Nase zu putzen – hier sollte man auf jeden Fall den Raum verlassen.
Man sollte sich auch tunlichst auf keine politische Diskussion einlassen, aber es werden sicherlich viele Fragen zu Deutschland und dem Westen kommen, auf die mich Azadeh schon im Vorfeld aufmerksam macht und mir Tipps für deren Beantwortung gibt.

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