„Wer mit mir kommen und die Zeit der Rosenblüte in Isfahan sehen will, der mache sich gefasst auf unermessliche Ebenen, so hoch gelegen wie die Gipfel der Alpen, bekleidet mit niedrigen Kräutern und seltsamen bleichen Blüten, wo nur hin und wieder ein aus taubengrauem Lehm erbautes Dorf auftaucht, mit seiner kleinen baufälligen Moschee, deren Dom von entzückenderem Blau ist, als das eines Türkis.
Wer mit mir kommen
und Isfahan unter dem schönen Maienhimmel sehen will, der bereite sich vor auf
lange Märsche in der sengenden Sonne, bei den rauen kalten Winden der höchsten
Regionen.
Wer mit mir kommen
und die Zeit der Rosenblüte in Isfahan sehen will, der mache sich gefasst auf
die Gefahren eines Rittes über unwegsame Pfade und auf das Gewirre der
Karawansereien, wo man übereinander geschichtet in einer Nische aus gestampftem
Lehm zwischen Mücken und Ungeziefer schläft.
Wer mit mir kommen
und die Zeit der Rosenblüte in Isfahan sehen will, der entschließe sich,
langsam in Etappen an meiner Seite zu wandeln, so wie im Mittelalter.“
So beginnt das Buch „Reise durch Persien“ von Pierre Loti, der 1900 von Bandar Bushehr am Persischen Golf mit Pferden und Eseln aufgebrochen ist, um
Isfahan zu erreichen.
Karawansereien gibt es heute immer noch, meistens umgebaut
in Hotels oder einfach in eine Sehenswürdigkeit umfunktioniert. Und so bin ich
ziemlich sicher, dass ich heutzutage nicht mehr zwischen Ungeziefer schlafen
muss.
Iran, Persien… wie kommt man darauf, dieses Land erkunden zu
wollen? Was gibt es dort schon? Hast Du keine Angst? Da sind Frauen doch nichts
wert und müssen sich hinter dem Schleier verstecken. Die meisten meiner Freunde schauen mich einfach nur entsetzt an, als ich von meinen Plänen berichte. Was
bewegt einen dazu, in einen sogenannten Schurkenstaat, wo die Sharia herrscht,
also die Religion das Gesetz des Landes bestimmt, zu reisen?
Die Antwort ist einfach: ich bin neugierig auf dieses Land,
das mich schon seit meiner Schulzeit interessiert, als in Geschichte über den
großen Alexanderzug, die Könige Darius und Xerxes erzählt wird. Auch die
Beschreibungen von Noah Gordon in „Der Medicus“ machen Lust darauf, das Land zu
bereisen. Außerdem möchte ich aus erster Hand sehen, wie es wirklich ist im
Land der Mullahs. Wie leben die Menschen dort, was haben sie für Wünsche und
Träume? Was sind nur Vorurteile der westlichen Medien und was ist Wirklichkeit?
Zunächst ist nur ein 6-wöchiger Urlaub geplant, aber langsam reift
der Gedanke, „warum nicht länger reisen?“ Schon immer wollte ich einen
Sabbatical nehmen und jetzt ist es endlich soweit, der Antrag ist
unterschrieben und nun steht MEINER „Reise durch Persien“ nichts mehr im Weg.

Hallo Anja, bin schon sehr gespannt auf Deine Berichte und Fotos. Absolut geile Nummer, viel Spaß dabei!!!!!viele Grüße,Wolfgang
AntwortenLöschenHallo Merki, ich freue mich auf eine spannende Reise mit dir! Wünsche dir ganz viel Spaß, viele tolle Begegnungen mit den Menschen und unvergesslich schöne Erlebnisse. Immer genügend Luft in den Reifen und der Lunge, wenn du die Gebirge mit deinem Radl bezwingst und einen Schutzengel der über dich wacht. Ganz liebe Grüße Steffi
AntwortenLöschenSehr interessant! Freu mich schon auf deine Berichte. Liebe Grüße Steffi
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