Nachdem ich nun von ziemlich vielen von euch immer wieder gefragt wurde, wie denn meine Routenplanung durch Iran aussieht, habe ich mich entschlossen, noch einen zusätzlichen Blog diesbezüglich zu schreiben.
Um es kurz zu machen und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe noch keine konkrete Route. Doch, ich hätte diese, wenn ich mich für ein halbes Jahr hier aufhalten könnte, denn bei der ersten Planung kam ich bei knapp 7000 km raus. Das geteilt durch 3 Monate sind ein Tagespensum von 80 km. Dabei habe ich mir aber noch absolut nichts angeschaut. Geht natürlich mal gar nicht!
Die gelben Sterne sind alles UNESCO-Welterbestätten, die ich schon gerne gesehen hätte.
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| so sah die erste Planung der Route aus |
Deshalb habe ich mir jetzt überlegt, dass ich mich einfach treiben lassen will. Dafür ist ein Sabbatical ja auch da. Daher habe ich derzeit nur die ersten 2-4 Wochen geplant. Zuerst bin ich ca. eine Woche in Teheran. Von dort aus will ich über abenteuerliche Hirtenpfade (wo ich wahrscheinlich mehr schiebe als fahre) durch die Bergwelt zum Damavand. Wer sich die Karte der Umgebung anschaut, wird sich fragen: "warum fährt sie nicht die Hauptstraße von Teheran aus?" Auf dieser Strecke, der sogenannten Haraz-Road kommt es täglich zu tödlichen Unfällen. Diese Leute sind aber nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto unterwegs. Ein Blick auf die Strecke per Google Earth hat mir gezeigt, dass das eine 6spurige, stark befahrene, autobahnähnliche Strecke ist. Nein, danke! Ich möchte nicht schon gleich am Anfang vom Rad runtergefahren werden.
Nach der Besteigung des Damavand, so ich es schaffe, mache ich mich auf Seitenstraßen auf den Weg zum kaspischen Meer (auch hier gilt es, die Haraz-Road zu vermeiden, die die Hauptverbindung zwischen Teheran und kaspischem Meer bildet). Am kaspischen Meer entlang geht es dann ca. 800 km bis Mashad. Das ist bis jetzt alles, was ich wirklich geplant habe. Auf jeden Fall möchte ich die Wüstendurchquerung nach Yazd machen. Wüste ist in dem Fall etwas übertrieben, denn es befinden sich auf der Strecke immer mal wieder Orte, in denen man Wasser und Essen bekommt. Wie es dann weitergeht oder ich die Wüstentour weglasse, hängt einfach von vielen Dingen ab, die ich noch nicht einschätzen kann.
Deswegen heißt es für euch, abwarten und meine Blogs lesen.

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